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Metall

      Das Metall Element im TAO                     Vom Hier und Jetzt zur Intuition

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Der Herbst Abschied nehmen und die Reise nach Innen

Das Metall ist eines der Fünf Elemente, dessen Naturkräfte im Herbst am stärksten zur Geltung kommen. Es ist die Zeit der späten Reife und Ernte, eine Zeit des Abschiednehmens von der Wärme des Sommers und den angenehm milden Tagen des Nach- oder Spätsommers. Das Klima des Metalls wird der Trockenheit zugeordnet. Es ist die Zeit der großen Winde die alles Alte und Verbrauchte mit sich reißen; eine Zeit der Reinigung und Veränderung. Innerhalb der Himmelsrichtungen wird das Element Metall dem Westen und die Tageszeit dem Abend zugeordnet.

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Die Tage werden kürzer und kälter, die Natur zieht sich in sich selbst zurück. Wie die Pflanzen und Tiere, beginnen auch wir Menschen unsere Kräfte nach innen zu sammeln zu bewahren und zu pflegen. Diese innere Bewegungskraft der Metallenergie, stellt die Verbindung zwischen Oben und Unten, der Erde und der Atmosphäre - dem Himmel dar. Anhand dieser Tatsache können wir die Kernbegriffe des Elements Metall verstehen: Kondensation und Konzentration. Diese Kraft der »Konzentration, des In Sich Zurück Ziehens« ist der »expansiven Kraft des Holzelements«, der Zeit des Frühlings, genau entgegengesetzt. Im Taoismus nennt man daher das Holz, die Jahreszeit des Frühlings, das Junge Yang, während das Metall die Herbstzeit als das Junge Yin bezeichnet wird.

Das Metall Element und die Organe

In unserem Organismus spiegelt sich die »Metallenergie« in unserer Lunge und dem Dickdarm wider. Dieses Organsystem überwacht die Aufnahme und Abgabe, das Verarbeiten und Loslassen innerhalb unseres Organismus. Das dem Metall entsprechende Gewebe sind die Nerven und die Haut. Auch hier kann man die Grundprinzipien dieses Elements erkennen. Die Nerven haben nach dem Geist und der Psyche, als Informationsträger von unserem Gehirn ausgehend in unseren Körper auslaufend, einen sehr wichtigen Aspekt des Informationsaustausches zu verarbeiten. Immer wieder begegnen wir dem Prinzip des Innen wie Außen. Wir stellen es auch wieder bei den Aspekten der Haut fest, sie eines der wichtigen Atmungs- und Ausscheidungsorgane unseres Organismus. Innerhalb unserer Körperflüssigkeiten zeigt sich das Metallelement im Schleim.

Die Lunge
Im körperlichen Bereich entspricht die Lunge dem Yin Organ des Metalls. Sie wird aus zwei Lungenflügeln gebildet die unmittelbar beidseitig von unserem Herzen im Brustraum (Thorax) sitzen. Durch die Lage unseres Herzens auf der linken Seite im Brustraum, ist der linke Lungenflügel etwas kleiner, als der rechte. Jeder Lungenflügel wird durch Furchen nochmals in Lungenlappen unterteilt. Die Lungen selbst haben keine Muskulatur, sie funktionieren ähnlich wie eine Pumpe. Beim Einatmen gelangt die Atemluft über die oberen Atemwege und die Luftröhre in die Bronchien, bis in die Lungenflügel. Mit Hilfe und Dehnung des Zwerchfells und der Rippenmuskulatur, die einen Unterdruck erzeugen, wird die frische Atemluft eingesaugt. Der Gastaustausch in der Lunge findet über den Lungenkreislauf an ca. 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen) statt.

Der Gasaustausch in der Lunge in Verbindung mit dem Herzen
Die rechte Herzkammer pumpt Kohlendioxidreiches und sauerstoffarmes Blut, das von den Zellen unseres Körpers kommt, in Richtung Lunge. Die Blutgefäße die zur Lunge führen verästeln sich immer weiter, sie bilden ein noch feineres Netz aus Blutgefäßen, ein sogenanntes Kapillarnetz. Durch die feine Verästelung der Blutgefäße in der Lunge, wird das Blut immer langsamer und die Wände der Blutgefäße werden immer dünner. Die Wände dieser Lungenbläschen, bestehend aus einer sehr dünnen ca. tausendstel Millimeter alveolokapillären Membran, kann nun die Atemgase, Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2), sehr leicht von einer auf die andere Seite der Lungenbläschen gelangen. Man nennt diesen Vorgang Diffusion. Das nun sauerstoffangereicherte Blut wird wieder zurück zum Herzen gepumpt und ausgehend von der linken Herzkammer in unserem gesamten Körper verteilt.

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Gasaustausch

Die Lunge empfängt das Chi, die Lebenskraft des Himmels, der Atmosphäre und der uns unmittelbar umgebenden Natur. Mit jedem Ausatmen erfüllt die Lunge eine der wichtigsten Ausscheidungsfunktionen des Körpers. Sie gibt beim ausatmen Kohlendioxid ab, welches bei der inneren Verbrennung und dessen Energiegewinnung (Stoffwechselvorgänge) entstanden sind. Jedes Ausatmen bedeutet für unseren Körper die Befreiung von Giftstoffen aus unserem Körperinneren und gleichzeitig die Schaffung von Raum für erneute Energieaufnahme und entsprechender Energiegewinnung. Aus diesem Aspekt heraus können wir vereinfacht zwei grundsätzliche Atmungstypen unterscheiden.

Aus diesem Aspekt heraus können wir vereinfacht zwei grundsätz-liche Atmungstypen unterscheiden. Die einen atmen zu viel ein und zu wenig aus. Sie stolzieren förmlich mit aufgeblähtem Brustkorb durch das Leben, sie halten fest was sie haben und sind kaum imstande etwas loszulassen oder abzugeben, um sich zu ent-spannen (Dickdarm und Stuhlgang). Die anderen atmen mehr aus als das sie einatmen. Der Brustkorb dieser Menschen ist eingefallen oder beengt. Sie leiden ständig unter Energiemangel, Kraftlosigkeit oder Müdigkeit. Von diesen Menschen geht eine permanente Bedürftigkeit aus, obwohl sie den Sauerstoff, wie jeder andere direkt vor der Nase haben, nutzen sie ihn nicht zum Atmen.

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Atmungstypen  

Die einen atmen zu viel ein und zu wenig aus. Sie stolzieren förmlich mit aufgeblähtem Brustkorb durch das Leben, sie halten fest was sie haben und sind kaum imstande etwas loszulassen oder abzugeben, um sich zu entspannen. Andere atmen mehr aus als das sie einatmen. Der Brustkorb dieser Menschen ist eingefallen oder beengt. Sie leiden häufig unter Energiemangel, Kraftlosigkeit oder Müdigkeit. Von diesen Menschen geht eine permanente Bedürftigkeit aus, obwohl sie den Sauerstoff, wie jeder andere direkt vor der Nase haben, nutzen sie ihn nicht zum Atmen oder können ihn aus verschiedenen medizinischen Gründen nicht nutzen.

Der Dickdarm
Der Dickdarm oder auch Colon, wie er in der Umgangssprache genannt wird, ist das Yang Organ der Metall Energie. Der Dickdarm ist ca. 1,5 Meter lang liegt größtenteils in der unteren Bauchhöhle, wo er die Dünndarmschlingen umrahmt. Er beginnt im rechten Unterbauch, wo er seitlich über die Bauhin-Klappe (Ileozäkalklappe) in den Dünndarm einmündet. Die letzten ca. 20 Zentimeter bilden den Enddarm, der auch als Mastdarm oder Rektum bezeichnet wird. Hier sammeln sich die unverdaulichen Nahrungsteile bis zur Darmentleerung. In den letzten 3-4 Zentimeter des Mastdarms, mündet der After bzw. Analkanal. Er besteht aus einer Muskelschicht, die in diesem Bereich verstärkt ist, die den After ohne bewusste Kontrolle durch das Gehirn verschließen kann. Ein anderer Muskeltyp sorgt darüber hinaus dafür, dass wir den Stuhlgang bewusst kontrollieren können. Etwas oberhalb des Afters liegen polsterartige Venenknäuel in der Muskelwand, die ebenfalls für einen dichten Verschluss des Afters sorgen. Bei Erschlaffung oder Aussackung dieser venösen Gefäße sprechen wir von einer Varikozele einer Krampfader oder auch Hämorrhoide.
Im Mastdarm findet keine Verdauung mehr statt, er hat ähnlich wie der Magen eine Speicherfunktion: Er verwahrt den Kot in diesem Bereich, damit dieser nicht ständig in kleinen Mengen, sondern nur einmal täglich ausgeschieden werden muss. Er kann dort bis zu 5 Tagen bleiben, bevor er ausgeschieden wird und bevor man von einer Verstopfung spricht.

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Darmbild

Die Aufgabe des Dickdarms ist, dem noch flüssigen Speisebrei, der aus Magen und Dünndarm kommt, Salze und besonders Wasser zu entziehen, der hierdurch eingedickt wird. Parallel dazu wird ihm Schleim beigemengt, um ihn als Kot gut gleitfähig zu machen. Der Schleim wird von den sogenannten Becherzellen gebildet, die überall im Magen-Darm-Trakt für die Schleimproduktion zuständig sind. Bei Entzündungen des Dickdarms kann die Schleimabsonderung so stark werden, dass eine Art „Schleimstühle" abgestoßen werden. Auch ohne Nahrungszufuhr produziert der Darm durch diesen Schleim und abgenutzte Darmzellen regelmäßig Stuhl.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der Dickdarm bei der Abwehr von Krankheitserregern und der Aufnahme und Abgabe von Wasser. In seinem Inneren verfügt er über eine Schleimhautoberfläche, in der eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterien, Einzeller und Viren leben. Die Gesamtheit all dieser im Darm vorkommenden Mikro-organismen, es leben mehr als 400 Bakterienarten ihre Anzahl wird auf etwa 10 Billionen geschätzt, nennt man Darmflora. Insgesamt, so hat man festgestellt, sollen wir bis zu 1,5 Kilogramm Bakterien in unserem Dickdarm beherbergen, die zumeist harmlos sind. Unser Stuhl soll sogar fast zur Hälfte aus Bakterien bestehen, die wenn sie jedoch von dort in andere Organe gelangen, z. B. ins Blut, gefährliche Entzündungen hervorrufen können.

Das oben über die Lunge gesagte, gilt auf grobstofflicher Ebene auch für den Dickdarm. Der Dickdarm scheidet Altes, vom Organismus nicht mehr Gebrauchte, aus. Hier können wir die grundsätzlichsten Funktionen des Metallelements verstehen: Aufnehmen und Abgeben, einer der elementarsten Formen von Energieaustausch mit unserer Umwelt.

Metall Element und Emotionen

Das Sinnesorgan der Metallenergie ist die Nase, womit wir riechen und sehr direkt und tief wahrnehmen können. Ein guter Geruchssinn befähigt uns zu unterscheiden, welche Nahrungsmittel bekömmlich, welche Umgebung förderlich und welche Menschen für uns bestärkend sind und was uns in unserem Leben hemmt. Dem Metall zugeordnete blockierte Emotionen drücken sich in Form von Anhaftung, Besorgnis, Trauer und Egoismus aus. Im emotional-seelischen Bereich kann durch eine kraftvolle, offene und frei fließende Metallenergie Achtung, Demut und Würde innerhalb unserer Persönlichkeit wachsen. Melancholie, Trauer aber auch Mut sind direkte emotionale Ausdruckskräfte, sie formen echtes Mitgefühl und Altruismus.

Orchide

Die Farben zu diesem Zyklus sind Weiß und Lila. Nach der Spektralfarbenanalyse beinhaltet Die Farbe Weiß sämtliche Farben die wir kennen. Diesen Ausdruck des Reichtums der Vielfarbigkeit schenkt uns die Natur mit jedem Herbst durch ihre Pflanzenwelt. In der indischen Kultur wird die  Farbe Lila mit dem »aller Heiligsten« in Verbindung gebracht. Nur der Weise der über Reichtum und geistige Präsens verfügt, erlaubt es sich in hellvioletten oder fliederblauen Gewändern aufzutreten.

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Castello Lisboa /Portugal

Metall Element und Mentale Energie
Im Element Metall herrscht P’o der Elementargeist der »Intuition« und des »körperlichen Instinkts«. Mit P’o bezeichnen die Chinesen den tierischen Instinkt, er befähigt uns Gefahren zu wittern. Er lässt uns erspüren wie andere über uns denken und fühlen, er lässt uns Geschehnisse innerhalb unserer Umgebung erahnen, die noch in der Zukunft liegen. 

Dieser elementare Geist lehrt uns verschiedene Merkmale, Eigenschaften oder »Essenzen« zu unterscheiden. Instinktiv lehnen wir einen anderen Menschen ab, wenn wir ihn nicht „riechen“ können. Umgekehrt fühlen wir uns von jemandem angezogen, wenn uns sein Geruch angenehm ist. Wir können diese Verbindung über die tiefe Wahrnehmung, den natürlichen Instinkt, der sich über die Nase manifestiert, verstehen und kennen lernen.

Die Intuition, ist eine der höchsten geistigen Tugenden des weiterentwickelten Menschseins. Wir handeln intuitiv, wenn wir die direkte Verbindung zwischen Denken und Fühlen manifestieren können. Es ist wie eine Art Konzentration auf das Wesentliche und das gelingt nur »in einem Augenblick«, im »Hier und Jetzt«.

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Vom Hier und Jetzt zur Intuition
In allen alte Kulturen so auch im Taoismus, der philosophischen Grundlage der späteren Chinesischen Medizin wurde der Mensch immer als Ganzes betrachtet. Ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und Krankheit des Menschen in seinen biologischen, psychischen und sozialen Aspekten prägte diese alte Medizinkultur. Über das Fünf Elemente System können wir verstehen lernen wie die Prinzipien der Metallenergie und ihre Zusammenhänge des Aufnehmens und Abgebens auf allen drei Ebenen befördert werden. Ausgehend vom Organsystem Lunge und Dickdarm, versorgt uns der Atem mit dem reinen Chi des Himmels. Unser Dickdarm unterstützt uns über die Ausscheidung des Überflüssigen und nutzlos Gewordenen, zur Klarheit und verbindet uns über das Bewusstsein einen individuellen Standpunkt und einen gesunden Eigenrhythmus zu entwickeln. »Wie Innen so Außen« - »Wie Oben so Unten«.

In der Natur eines Jahresringes ist es der Herbst, der unaufhaltsam den Rückzug des Wachstums signalisiert. In der Lebensphase des Menschen entwickelt sich symbolisch das beginnende Alter. Gesund lebt, wer entspannt Abschied von der süßen, warmen Zeit des Früh- und Spätsommers nehmen kann. Nur wer abgeben und Loslassen kann kommt im Hier und Jetzt an. Die Fähigkeit zu trauern, Abschied nehmen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, damit Neues beginnen kann, ist eine notwendige und gesunde Kraft die wir jedes Jahr aufs Neue - dank der Herbstzeit (Außen) lernen dürfen.

Mit einer ruhigen und tiefen Atmung verbinden wir Energie-entfaltung und Innenschau. Die bewusste Entdeckung innerer Werte, auch den Eigenen Wert, in Reflexion und auch gesunder Abgrenzung anderen gegenüber, gibt uns Freiheit Festigkeit und Struktur. Auf die innere Stimme Acht geben, ein gesundes Bauchgefühl entwickeln und das Unterbewusstsein mitreden lassen führt uns früher oder später zu unseren intuitiven Kräften.

Knoblauch in Portugal


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Quellen:

Achim Eckert (1994): Das heilende Tao / Gesund im Gleichgewicht der fünf Elemente (Bauer)
Achim Eckert (1994): Das Tao der Medizin / Grundlagen zur Akupunktur und Akupressur (Haug)
Mantak Chia: TAO Yoga der heilenden Massage
Dr. med. Götz Blome: Wirf ab was dich krank macht (Bauer Freiburg)
Alexander Lowen: Die Spiritualität des Körpers. Innere Harmonie durch Bioenergetik
Alexander Lowen: Lust - Der Weg zum kreativen Leben Goldmann, (1987 Taschenbuch)
Wilhelm Reich: »Charakteranalyse«