Pflanzen

Die pflanzlichen Mittel in der Homöopathie

Als besondere Charakteristika der pflanzlichen Mittel in der Homöopathie gelten das große Mitgefühl und die Empfindsamkeit. Beziehungen zu anderen Menschen kommen bei pflanzlichen Mitteln eine besondere Bedeutung zu.

Pflanzliche Mittel in der Homöopathie – Vielfalt, Chaos und Verletzlichkeit

Menschen, die ein pflanzliches homöopathisches Mittel brauchen, verfügen über eine besondere Empfindsamkeit. Sie haben oft einen großen Bekannten- und Freundeskreis. Andere Menschen und der Kontakt zu ihnen sind pflanzlichen Menschen besonders wichtig. In der Anamnese erzählen sie häufig davon, was sie verletzt hat. Sie leiden häufig unter Ängsten verletzt zu werden und Angst vor Messern. Ihre Beschwerden wechseln schnell den Ort und auch die Schmerzcharakteristik kann schnell wechseln.

Pflanzliche Mittel und ihre jeweilige Pflanzenempfindung

Jede Pflanzenfamilie hat ihre eigene Charakteristik. Die Korbblütler haben einen anderen homöopathischen Schwerpunkt als die Lippenblütler oder die Lilien. Die große Anzahl von unterschiedlichen Pflanzen und Pflanzenfamilien bringt auch eine große Anzahl an Mittelbildern hervor. Um das passende homöopathische Konstitutionsmittel für einen pflanzlichen Patienten zu finden, ist es deshalb notwendig, die charakteristischen Themen der einzelnen Pflanzenfamilien zu kennen. So kennzeichnet das Mittelbild der Korbblütler eine besondere Härte und Entschlossenheit, die bei den homöopathischen Pflanzenmitteln eher ungewöhnlich ist. Arnika beispielsweise wird verordnet, wenn ein Patient nach einem Unfall sagt, er sei gesund und ihm fehle nichts, obwohl er deutliche Verletzungen hat. Liliengewächse demgegenüber werden verordnet, wenn Menschen sich als etwas Besonderes empfinden. Sie neigen zu einer gewissen Überheblichkeit und werden häufig von Gruppen ausgeschlossen.

Aktive und passive Reaktionen von pflanzlichen Mitteln

Nach Rayan Sankaran kann jeder Pflanzenfamilie sowohl eine spezifische Empfindung als auch eine aktive und eine passive Reaktion zugeordnet werden. So ist beispielsweise die Empfindung der Korbblütler die, verletzt worden zu sein. Als passive Reaktion tritt dann nach Sankaran Benommenheit auf. Der Betroffene fühlt sich wie betäubt. Als aktive Reaktion kann er dazu übergehen, andere zu verletzen oder zu beleidigen. Bei den Lilien herrscht die Empfindung vor, ausgestoßen und vernachlässigt worden zu sein. Als aktive Reaktion tritt ein starker Bewegungsdrang auf. Die passive Reaktion besteht darin sich zurückzuhalten oder schmerzende Körperteile festzuhalten.

Quelle: arte

Fazit

Für jede Pflanzenfamilie gibt es in der Homöopathie eine charakteristische Empfindung. Wobei die einzelnen Pflanzen der jeweiligen Pflanzenfamilie diese Hauptempfindung in unterschiedlicher Ausprägung aufweisen. Die einzelnen Pflanzenfamilien unterscheiden sich zum Teil sehr stark voneinander. Als gemeinsames Prinzip der homöopathischen Pflanzenmittel gelten die starke Empfindsamkeit und das starke Mitgefühl mit anderen Menschen. Ihre Hauptangst besteht darin verletzt zu werden und sie vermeiden es möglichst andere Menschen zu verletzen.

Der Weg zum Arzneimittel: Pflanzenreich

Beispielfall

Etwas geschieht mit ihm, er ist besonders empfindlich auf äußere Umstände. Ein bisschen Regen genügt und er erkältet sich sofort, wodurch auch sein Asthma einsetzt. Der Jungen wird in die Praxis einbestellt. Wie erlebst Du das Asthma? Er beschreibt genau sein Befinden: Er beschreibt den perfekten Mechanismus einer fleischfressenden Pflanze und dazu auch noch die Pflanze selbst, er erhält Sarracenia purpurea C200. Nach 10 Min. fühlte er sich schon erleichtert, „es ist als ob der Käfig etwas weiter wird“. Verlauf: Nach einem Tag waren die Atemprobleme bereits besser, am 2 Tag war es gut. Er ist psychisch stabil, er ist fitter, aufgeweckter, lebendiger. Er weiß was er will und setzt es auch durch. Seinen Knien geht es auch besser. Trotz Heuschnupfenzeit im Folgejahr blieb er Beschwerdefrei. Das Mittel wurde noch 2 x in C200 C1000 gegeben, immer bei erneuter Luftnot. Danach war keiner Behandlung mehr nötig

Erklärung:

Tuberculinum wirkte nicht, weil der Wunsch nach Freiheit, gleichzeitig nicht der Wunsch nach Veränderung war. Deshalb half der Wanderfalke auch nicht anhaltend und tief genug. Der Junge brauchte ein Mittel aus dem Pflanzenreich. s. S. 61. Es handelte sich bei ihm nicht um eine Opfer-Täter-Geschichte. Es geht auch nicht um den Kampf zwischen Stärkeren und Schwächeren, wer ihn gewinnt und überlebt. Die Empfindungen des Jungen gehören ins Pflanzenreich.


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